HowToMotivierDieFoodcoop

Aus FC Schinke09

Wir brauchen neue Konzepte/Lösungen, damit die wöchentlichen Aufgaben gemacht werden. An genug Leuten scheint es nicht zu liegen, sonder eher, dass viele sich nicht verantwortlich fühlen, nicht wissen wie es geht…

Inhaltsverzeichnis

Bitte jeden Kommentar mit Namen!

Warum machen zu wenig Menschen mit?

  • Das ist alles so kompliziert, wie kann ich mitmachen?
  • Ich weiß gar nicht, was alles so gemacht werden muss?
  • Keine Zeit
  • Keine Lust
  • viel krank
  • Geldmangel: keine Bestellung: sich "draußen" fühlen

Was wollen wir überhaupt?

Da es scheinbar schwierig ist, sich auf ein konkretes Konzept zu einigen, sollten wir uns vieleicht erst mal darauf einigen, was wir konkret erreichen wollen, mit welchem Konzept auch immer. Also: was muß konkret erreicht werden, damit die wöchentlichen Aufgaben gemacht werden und damit die Arbeit nicht bei einzelnen hängenbleibt. Konkrete Konzepte sollten sich dann auch daran messen lassen, inwieweit sie das umsetzen.

Beitrag von Andreas (Erik: Hoffentlich nicht der Mathe-Andreas? quantisieren…)

  • 40–50 Leute in der Sortiergruppe, damit jede Woche sortiert werden kann

Was wollen wir überhaupt nicht?

Was kommt überhaupt nicht in Frage, und vor allem, warum nicht?

Bitte hier auch mit Name...

Neue Konzepte, damit es in Zukunft besser läuft

  • Patenschaften für neue Mitglieder: Neue Mitglieder bekommen bei Eintritt einen Paten zur Seite gestellt. Der beantwortet geduldig Fragen, nimmt seine Patenfoodcoopies zu ersten Arbeitseinsätzen mit, tritt vielleicht mal auf die Füße, wenn kein Engagement gezeigt wird... Die Foodcoop bleibt für Neuankömmlinge nicht mehr so anonym. Hoffentlich ergibt sich damit eine größere Verbindlichkeit.
  • 'regelmäßige' Treffen der Arbeitsgruppen
  • Bei Eintritt in die Foocoop müssen sich die Personen bei Einrichten des Bestellaccounts auch einer Arbeitsgruppe zuordnen.
  • Ansprechpartner für alle Arbeitsgruppen. Die machen auch die Arbeitspläne und schlagen Alarm, wenns nicht läuft.
  • Mehr Partys, Treffen, Brunch etc., um sich besser kennenzulernen.
  • Mehr Transparenz: Wer macht was und wie oft!

Schwierige Fragen. Wieviel muss gemacht werden? Was passiert mit denen die nichts tun?

  • Mitglied des Monats, wie bei McDonalds...
  • Punkte-System besser Nicht! - Nachteile siehe unten


Eriks Idee: Anreizsystem

Momentan gibt es ja einen 2 %-Bonus (oder so) auf alle Preise, um eventuelle Missgeschicke (Rechnung verloren, …) auszugleichen, damit die Foodcoop nicht ins Minus kommt. Diesen Bonus könnte man auf 4 oder mehr Prozent erhöhen. Und zwar würde dieser dann nur den Gruppen auf jede Bestellung angerechnet, wenn sie in den letzten 4/6/8 Wochen nichts getan haben (also mindestens einer aus der Gruppe muss etwas getan haben – das wirkt sich dann auf den Preis für die ganze Konsumentengruppe aus).

Für alle die etwas getan haben (also die Gruppen, die mindestens ein Mitglied innerhalb der letzten 4/6/8 Wochen einer Aufgabe zugeteilt haben) könnte man den Bonus sogar ganz streichen. Dann ist der Unterschied zwischen Faulis und nicht Faulis größer.

Die Vorteile

  • könnte man automatisiert von der Foodsoft machen lassen
  • ist ein Anreiz, aber auch kein Zwang
  • die Foodcoop bleibt preislich immer noch attrakiv (sind ja nur nochmal zwei Prozent mehr als bisher – und für die Arbeiter immerhin zwei Prozent weniger)
  • keiner muss ausgeschlossen werden

Die Nachteile

  • Bevorzugung von Bestellgruppen mit vielen leuten gegenüber Einzelpersonen!
  • es muss in die Foodsoft implementiert werden
  • man muss es auch bewerben, sonst hat es keine Wirkung (vielleicht zwei Preise bei der Bestellung anzeigen, für „Mitmacher“ und „Faulis“)
  • wenn dann plötzlich alle mitmachen, haben wir keinen Bonus mehr, um die Foodcoop zu retten, daher sollte der Bonus-Anteil vielleicht dynamisch angepasst werden: Umso mehr Leute mitmachen, umso geringer sollte der Bonus-Anreiz sein (Details sollte man noch berechnen)
  • Ein Frei-Kaufen wird damit möglich gemacht.

(ihr seid so herrlich kindisch: wie spielen das Leben als Siemens-Angestellter)

Anreizsystem II ("kapitalistisch" :-)

Eriks System mit 25% Aufschlag für alle Personen/Gruppen, die nicht mitarbeiten (im folgenden Passive genannt). Bei größeren WG's wird die momentane Obergruppe (Aktiv, Passiv) so ermittelt, daß bei unter 50 % Beteiligung der Bewohner die Bestellgruppe als Passiv eingestuft wird. Die Software nimmt die Einstufung in die zwei Obergruppen automatisch vor, dank integrieter Arbeitspläne. Bestellvorgang: Die Software schlägt Passiven 25% auf die Normalpreise auf und reduziert Aktiven die Preise je nach aktuellen Passivbestand (wird kompliziert: evtl. muss man ein virtuelles Konto einrichten). D.h. Problemloser und automatischer Übergang des Aktiv-, Passiv-Status möglich (je nach Möglichkeiten und Leistungsfähigkeit der Bestelgruppe)

Vorteile:

  • Nochmal günstigere Preise (d.h. Bezahlung der Arbeit durch die Passiven)
  • Transparenz
  • Einfache klar verständliche Regelung, die sich in die Software integrieren läßt und somit automatisiert ist.
  • besserer Zusammenhalt der FC (da angenommen mehr zufriedene Aktive)
  • es wird funktionieren
  • Keine Bloßstellung der einzelnen wie beim Punktesystem
  • kein Zwang, keine Pflicht, kein moralischer Druck,…
  • kein Ausschluß von Mitgliedern
  • Jeder hat die Freiheit sich auszusuchen ob er arbeitet oder nicht. -> keine Arbeitspflicht! (und das ist doch mehrheitsfähig)


Nachteile:

  • Es ist wie im normalen Leben, man kriegt nichts geschenkt!
  • Verkleinerung der Mitgliederzahl, da für Passive der Bioladen günstiger (Öffnungszeiten, Auswahl, etc.) erscheint.
  • die bestehende Hierarchien (Admins) werden gefestigt

Punktesystem

Die Idee hinter dem Punktesystem ist es, einerseits die Arbeit gerecht zu verteilen, andererseits aber die Flexibilität die wir bis jetzt hatten nicht aufzugeben, d.h. man soll sich die Termine immer noch selber aussuchen können wann es am besten paßt usw.


Das ganze funktioniert dann so (hier mal am Beispiel Sortiergruppe):

  • jedes Mitglied bekommt ein Punktekonto, diesem wird pro Arbeitseinsatz ein Punkt gutgeschrieben.
  • sagen wir mal wir brauchen 4 Leute pro Woche, und es befinden sich 20 Leute in der Sortiergruppe (hoffentlich bald mehr). Dann zieht die Software nach jeweils 5 Wochen bei allen Sortierern einen Punkt ab. Wer sich also mindestens alle 5 Wochen einträgt, hat immer ein positives oder zumindest neutrales Konto, wer sich weniger oft einträgt hat bald ein negatives Punktekonto
  • die Punktekonten sollten öffentlich einsehbar sein ODER man könnte darüber nachdenken, bei negativem Kontostand die Bestellmöglichkeit einzufrieren, könnte auch die Foodsoft machen
  • es sollte eine Korrekturfunktion für den Tag des Einsatzes geben, falls sich jemand einträgt, aber den Job nicht macht ODER jemand spontan dazu kommt, der sich vorher nicht eingetragen hat!


Wenn also alle Mitglieder ihr Punktekonto immer mindestens neutral halten sollte das schon reichen, damit alles wieder tiptop läuft... Allerdings sollte sichergestellt werden, daß wirklich alle Mitglieder irgendeiner Arbeitsgruppe zugeordnet werden, damit auch wirklich alle erfaßt werden.

Die Vorteile

  • könnte man automatisiert von der Foodsoft machen lassen
  • ist ein Anreiz, aber auch kein Zwang
  • falls es als Anreiz immer noch nicht ausreicht, kann man darüber nachdenken, bei negativem Kontostand die Bestellmöglichkeit einzufrieren, könnte auch die Foodsoft machen
  • es könnte öffentlich einsehbar werden, wie gerecht oder ungerecht die Arbeit in der Foodcoop verteilt ist (siehe Punkt 4)
  • man kann die Termine immer noch frei wählen, das heißt wenn man grade viel Zeit hat Punkte sammeln und hat immer den Überblick, wann man was tun müßte
  • das System ist auch geeignet, wenn die Foodcoop weiter wächst und wir brauchen keine zusätzlichen Kontrollinstanzen

Die Nachteile

  • ist eine kapitalismusbejahende Negativ-Methode


  • hilft denen nicht weiter, die mangels kenntnissen an der software oder aus anderen gründen nicht mitarbeiten können.
  • Kompromittierung von Leuten
  • reproduziert unser westliches Leistungssystem: wir müssen nur können, und zwar alle in gleichem maße!
 besser wäre: alle nach ihren Möglichkeiten und ihrer Leistungsfähigkeit! 


Keep it simple, stupid!

(vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/KISS-Prinzip) Wir haben oben schon geschrieben "zu kompliziert" - ich glaube das ist wirklich ein Problem: Für Neue ist es ziemlich schwierig mal eben mitzumachen (=Schwelle zum Eintritt ist hoch). Das ist ganz normal, weil das so gewachsen ist und die, die länger dabei sind, merken das gar nicht...

Mein Vorschlag: Wir sollten stärker darauf achten Vorgänge und Reglungen so einfach wie nur möglich zu halten. Also NICHT intelektuell die beste und sauberste Lösung, sondern eine die Straight-Forward verständlich ist und dann auch eine Chance hat nachhaltig gelebt zu werden und gleichzeitig Risiken minimiert. Also kein kompliziertes Punktesystem bitte, sondern lieber eine einfache Reglung: "Wer länger als ein 1/4 Jahr nix macht, fliegt raus.".

In Richtung Software ist dort schon einiges erreicht worden. Selbst wenn mal eine Abrechnung nicht gemacht wird, geht damit die FC nicht unter, was früher der Fall war, weil sie sich dann selbst verschuldet hat.

Ich bin mir sicher, dass wir das bei anderen Fragen - außerhalb der Software - auch noch besser hinbekommen...